Leitungswasser für Kaffee

Welche Qualität sollte das Leitungswasser für die Zubereitung von Kaffee haben?

Leitungswasser KaffeeGrundsätzlich entspricht das Leitungswasser, das vom Versorger in deutsche Haushalte geleitet wird, den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001). Somit ist Leitungswasser auch für die Zubereitung von Kaffee geeignet. Voraussetzung für ein unvergessliches Kaffeearoma ist frisches, mineralienhaltiges und sauerstoffhaltiges Wasser, das nicht zu hart und nicht zu weich ist. Jedoch ist von Mineralwasser für die Zubereitung von Kaffee eher abzusehen.
Mineralien im Leitungswasser dienen als Geschmacksträger im Kaffee, jedoch kann sich zu viel Kalk im Kaffeewasser auch negativ auf den Geschmack auswirken. Auch gechlortes Wasser sollte nicht für die Zubereitung von Kaffee verwendet werden. Der pH-Wert bei Leitungswasser für Kaffee liegt idealerweise im neutralen Bereich, das heißt zwischen 6,5 und 7,5.

Wodurch kann Leitungswasser belastet werden?

Bis zum Hausanschluss werden die vorgegebenen Grenzwerte im mikrobiologischen, chemischen und physikalischen Bereich gemäß der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) eingehalten.1 Doch die Gefahr, die häufig in heimischen Leitungsrohren lauert, wird oft unterschätzt. Lösen sich Schwermetalle aus alten Rohren, verbleiben diese im Leitungswasser und landen im Kaffee. Jedoch kann auch beispielsweise Blei durch Espressomaschinen in den Kaffee hineingelangen. Bei Kaffeevollautomaten können sich Bakterien und Keime beispielsweise am Wassertank finden lassen.
Beim Aufbrühen werden auch nicht alle Bakterien und Keime abgetötet. Das haben Tests gezeigt.2 Schwermetalle bleiben grundsätzlich auch beim Erhitzen des Leitungswassers im Kaffee erhalten. Ein persönlicher Wassertest kann Belastungen im Leitungswasser aufspüren und lokalisieren. Auch wenn eine erhöhte bakterielle Konzentration im Kaffeewasser nicht in Zusammenhang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen gebracht werden kann, so empfindet nicht nur ein Kaffeegenießer den Gedanken daran als höchst unappetitlich.

Warum eignet sich Leitungswasser hervorragend für die Tasse Kaffee?

Kaffee LeitungswasserLeitungswasser bringt in der Regel die Voraussetzungen mit, die Kaffee an das Wasser stellt. Das Einzige, das in den jeweiligen Haushalten regional sehr unterschiedlich ist, ist die Wasserhärte. Diese kann jedoch durch den Einsatz eines Wasserfilters entsprechend angepasst werden, so dass dem perfekten Kaffee nichts mehr im Wege steht.
Ein Wasserfilter sollte immer streng nach den Vorschriften des Herstellers gereinigt bzw. gewechselt werden. Das deutsche Leitungswasser unterliegt als Trinkwasser besonders strengen Kontrollen und Vorschriften. Experten empfehlen jedoch, nicht das Stagnationswasser zu verzehren, das bereits seit mehreren Stunden im Leitungssystem steht. Abgesehen von eventuellen Belastungen mit Schwermetallen und Bakterien erfüllt dieses Leitungswasser auch nicht mehr die Bedingungen bezüglich Frische und gutem Geschmack, die für Kaffee nötig sind.

 

Quellen:

1Umweltbundesamt: Rechtliche Grundlagen, Empfehlungen und Regelwerk. Link: http://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser/rechtliche-grundlagen-empfehlungen-regelwerk
2Katja Kreutzer: Hygienecheck – Schimmel in Kaffeevollautomaten? Link: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/service/servicetechnik/hygienecheck102.pdf

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