Gutes Kaffeewasser

Kaffeewasser GeschmackFür einen guten Kaffee ist die Wasserqualität entscheidend. Schlechtes Kaffeewasser lässt selbst den Geschmack von besten Kaffeesorten zu einer Herausforderung für den Gaumen werden. Außerdem kann hartes Wasser eine Wasseraufbereitung für Kaffee-Vollautomaten nötig machen, da sonst eine zu schnelle Verkalkung droht. Um Wasser für Kaffee in aufzubereiten, stehen zum Beispiel spezielle Tischfilter zur Verfügung.


Fakten Wasserqualität Kaffee

  • Für die Zubereitung von Kaffee sollte mittelhartes Wasser verwendet werden.
  • Hartes Wasser kann zum Beispiel durch Tischfilter enthärtet werden.
  • Kaffeevollautomaten müssen regelmäßig entkalkt werden.

Wie sollte gutes Kaffeewasser beschaffen sein?

Für die Kaffeezubereitung ist Wasser mit einem pH-Wert um 7 (neutral) und einer mittleren Wasserhärte von ca. 7 – 14 °dH besonders vorteilhaft. Gutes Kaffeewasser ist frei von irgendwelchen Gerüchen oder chemischen Zusätzen (Chlor). Kaffeewasser sollte stets frisch und nicht abgestanden sein. Mineralwasser für die Zubereitung von Kaffee ist wegen des oft hohen Gehalts an Mineralien und Härtebildnern meist weniger geeignet. Auskunft über den pH-Wert und die Wasserhärte des örtlichen Trinkwassers geben die Wasserversorger. Oft sind die Werte auch über die Webseiten der Wasserversorger abzurufen.


Welchen Einfluss hat das Kaffeewasser auf den Geschmack des Kaffees?

Hartes Kaffeewasser kann durch den in großen Mengen gelösten Kalk die feinen Aromen des Kaffees überdecken. Der Kaffee hat dann einen faden und abgestandenen Geschmack. Sehr saures Kaffeewasser kann dagegen zu einem stark säuerlichen Geschmack des Kaffees führen. Dies gilt besonders für bereits säuerliche Kaffees (helle Röstungen). Außerdem können im Wasser gelöste Mineralien einen relativ starken Eigengeschmack entwickeln, der auch das beste Kaffeearoma beeinträchtigen kann. Killer für den guten Kaffeegeschmack sind Chlor oder Muffgerüche. Letztere treten besonders bei kleinen Hauswasserwerken mit geringem Durchlauf oder schlecht gewarteten Filtern auf. Aus Rohrleitungen und Armaturen können außerdem toxische Schwermetalle und gesundheitsgefährdende Keime in das Kaffeewasser gelangen.1 Doch nicht nur Leitungen können Schwermetalle abgeben, sondern es können auch Schwermetalle von Espressomaschinen in den Kaffee gelangen. Obwohl diese Verunreinigungen zwar nur selten einen direkten Einfluss auf den Geschmack des Kaffees haben, sollte das Trinkwasser im Verdachtsfall durch eine Wasseranalyse überprüft werden.

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Wie kann die Wasserqualität für Kaffee verbessert werden?

Besonders in Regionen mit Kalksteinvorkommen (z. B. Alpennähe) hat Trinkwasser oft eine zu schlechte Wasserqualität für die Zubereitung von Kaffee. Das Wasser kann für einen vollkommenen Kaffeegenuss jedoch leicht über entsprechende Filter aufbereitet werden. Fest installierte Wasserenthärter direkt am Hausanschluss oder in der Küche sorgen für gleichbleibend gutes Kaffeewasser. Wer diese Installation scheut, kann auch sogenannte Tischfilter verwenden. Diese gibt es bereits ab etwa 20 Euro. Nachteile von Tischfiltern sind die schnelle Verkeimung und die laufenden Kosten für neue Filterkartuschen.


Wasseraufbereitung für Kaffee-Vollautomaten

Moderne Vollautomaten für Kaffee verfügen teilweise über eine eigene Wasseraufbereitung. Um eine effektive Wasserenthärtung und stets einen gleichbleibend guten Geschmack des Kaffees zu gewährleisten, müssen die Automaten auf den jeweiligen Härtebereich des Wassers eingestellt werden. Hochwertige Vollautomaten für Kaffee verwenden zur Wasseraufbereitung meist spezielle Filterkartuschen, die in regelmäßigen Abständen gewechselt werden müssen. Der Zeitpunkt für die in bestimmten Intervallen durchzuführende manuelle Entkalkung wird von den meisten Geräten automatisch angezeigt. Die Kosten für den Betrieb von Kaffee-Vollautomaten können bei sehr hartem Wasser durch den Einsatz von externen Wasserenthärtern (Hausanschluss, Küche) deutlich gesenkt werden. Außerdem verlängert dies die Lebensdauer der empfindlich auf Kalk reagierenden Geräte.

 

Quellen:

1Universität Duisburg-Essen, „Biofilme – eine Gefahr für das Trinkwasser?“: https://www.uni-due.de/imperia/md/content/biofilm-centre/drinking_water.pdf